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Fast jeder sechste in Deutschland besitzt eine .de Domain, Firmen und Behörden sowieso: Die Zahl der Internetadressen mit der Endung .de hat die 15-Millionen-Marke durchbrochen.

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Die DENIC ist eine eingetragene Genossenschaft mit Sitz in Frankfurt mit heute knapp 300 Mitgliedern – hauptsächlich Unternehmen, die sich professionell um die Verwaltung von Internetadressen kümmern.

Von Dortmund nach Frankfurt am Main – Die Geschichte

Die Geschichte der .de-Domainendung beginnt am 5. November 1986 mit ihrer Registrierung in der IANA-Datenbank, die für die Zuordnung von IP-Adressen und Namen im Internet zuständig ist. 1988 wurde die Verwaltung der Domainnamen unter der Endung .de an die Universität Dortmund übertragen.
Sämtliche .de-Domains wurden anfangs noch in einer Liste verwaltet, die allerdings bald aus allen Nähten platzte. Im Dezember 1996 beschloss eine Versammlung von inzwischen 37 deutschen Internet Service Providern deshalb die Gründung einer Genossenschaft als Betreiber der Registrierungsdatenbank und der Nameserverinfrastruktur. Ab 1999 wurden dann alle Aktivitäten der DENIC e.G. in Frankfurt am Main konzentriert. Waren es zu Beginn nur zwei Angestellte, so kümmern sich heute rund 120 Beschäftigte um die mehr als 15 Millionen Domains und die damit verbundenen Dienstleistungen.

Sicherer und verfügbarer Betrieb

Die DENIC trägt einen großen Teil dazu bei, dass eine .de Domain zu jedem Zeitpunkt korrekt aufrufbar ist. Denn nur solange die .de Infrastruktur, also die zentrale Registrierungsdatenbank und die weltweit verteilten Nameserver für .de, störungsfrei betrieben werden, kann eine Seite wie google.de oder www.ebay.de fehlerfrei ihren Service anbieten.

Der rechtliche und regulatorische Rahmen

Neben dem technischen Betrieb stellt die DENIC e.G. auch für namensrechtliche Auseinandersetzungen mit dem DISPUTE-Eintrag eine wertvolle Hilfe. Dieser Rahmen stellt sicher, dass der verantwortliche Adressat im Falle einer Rechtsverletzung oder bei technischen Problemen ist, die von einer Domain ausgehen, nach wie vor über eine whois-Abfrage herausgefunden werden kann.
Das hierbei erfolgreiche Vorgehen der DENIC ist heute Vorbild für viele andere Registrierungsstellen und auch die Betreiber von neuen Domainendungen wie z.B. .berlin.

Das Vergabeprinzip und die Domaindatenbank

Die Registrierung von Domains erfolgt nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt malt zuerst“, kurz: First come, first served. Bekommt ein Interessent den Zuschlag, werden seine Domain und die Kontaktdaten in einer zentralen Datenbank bei der DENIC gespeichert. Teile dieser Datenbank sind zu Informationszwecken allgemein zugänglich. Vielen Nutzern ist das als sog. „whois“ Service bekannt. Die whois-Abfrage liefert z.B. Informationen darüber, ob eine Domain noch frei ist, bei wem Sie registriert ist sowie Daten zum administrativen und technischen Ansprechpartner.

Die größte und wichtigste Domainendung in Europa

Die einfache und günstige Möglichkeit sich eine .de Domain zu registrieren zusammen mit der technischen und rechtlichen Zuverlässigkeit haben zum großen Erfolg von .de-Domains beigetragen. Kein anderes Land in Europa hat annähernd gleich hohe Registrierungszahlen, die den Erfolg der Arbeit der DENIC e.G. und Ihrer Mitglieder eindrucksvoll belegen.


Autoren:
Sabine Jobstmann, Freie Journalistin
Marcus Schäfer, Geschäftsführer der Hostserver GmbH
Weiterführende Links:
DENIC eG http://www.denic.de/